
Gastvortrag von Pierre Wunsch, Gouverneur der Belgischen Nationalbank
Jenseits von Falken und Tauben, der Versuch, es in einer unsicheren Welt richtig zu machen
Pierre Wunsch, Gouverneur der belgischen Nationalbank, hielt am 8. Mai 2024 einen Gastvortrag an der Frankfurt School über seine Haltung zu den primären Triebkräften der Geldpolitik in den letzten Jahren und seine Gedanken über den mittelfristigen Kurs der Geldpolitik. Er erörterte auch die grundlegenden Fragen zu den Grenzen der Zentralbankmandate.
Die Veranstaltung, die auf großes Interesse bei Studenten und Zentralbankteilnehmern stieß, wurde von den beiden Direktoren des Frankfurt School Centre for Central Banking, Professor Jens Weidmann und Professor Emanuel Mönch, ausgerichtet.
Eine Reihe von akuten Krisen hat die Grenzen des Mandats der Zentralbanken deutlich auf die Probe gestellt, und Gouverneur Wunsch machte deutlich, dass die Zentralbanken viel aus den Erfahrungen der letzten Jahre gelernt haben. "Eine der wichtigsten Lektionen, die wir aus der Zusammenarbeit mit Jens Weidmann gelernt haben, ist, dass die Benennung von Zentralbankern mit Vogelnamen - Falken, Tauben, Eulen, Papageien und so weiter - zu einfach ist. Halten wir ein für alle Mal fest: Wir alle sind überzeugte Verfechter der Preisstabilität. Sie zu gewährleisten ist unser Auftrag. Unser Mandat ist nicht dual; wir machen keine Kompromisse. Was uns jedoch unterscheidet, ist unsere Risikowahrnehmung und damit verbunden unsere Bereitschaft, Risiken einzugehen." Pierre Wunsch, Gouverneur der Belgischen Nationalbank
